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Interessantes und Kurioses
aus dem großen Strom der Nachrichten gefischt ...

29. November 2007

Stadt plant Bio-Toiletten am See

(Kölner Stadt-Anzeiger, Oliver Görtz) -  „Wissen Sie, dass der Fühlinger See die größte Freizeit- und Erholungsanlage in Köln ist?“, steht auf einem Schild an einer Zufahrt des Gewässers. Freibad, Open-Air-Veranstaltungen, seit neuestem eine Tauchstation - es wird tatsächlich viel geboten. Mit der künftigen Gestaltung des Sees und der Grünfläche darum herum befasste sich nun die Bezirksvertretung Chorweiler. Bei der Sitzung hatten die Lokalpolitiker Gelegenheit, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen ..

Ein immer wieder kehrendes Thema ist die Frage nach öffentlichen Toiletten. Hier stellte Meyer ein ambitioniertes „Modellprojekt“ in Aussicht. Im Bereich des Teilsees 8 soll eine „Bio-Toilettenanlage“ entstehen. Hierbei wird ein WC-Haus mit einer noch zu ermittelnden Zahl von Aborten gebaut. Die Fäkalien werden dann im „Biopark“ - einem Forschungsprojekt der Kölner Universität und des Fördervereins Fühlinger See an dem Gewässer - auf ökologische Weise geklärt. Mit einer solchen Anlage in einem geschützten Landschaftsbereich betritt die Stadt Neuland. „Das gibt es so ähnlich sonst nur an Autobahnraststätten. Am See müssen wir jetzt Erfahrungen sammeln“, sagte Meyer. Die Finanzierung der Anlage müsse noch von den politischen Gremien abgesegnet werden ..

Kommentar: Das Problem, dass Menschen  im Laufe eines Tages gelegentlich ein Bedürfnis verspüren, ist recht neu. Prima, dass sich die Stadt jetzt darum kümmert. Da man aber auf dem Gebiet ziemliches Neuland betritt, müssen jetzt “erst mal Erfahrungen” gesammelt werden. Wie bitte? Jeder einzelne Kölner besitzt auf diesem “Gebiet” lebenslange, reichhaltige Erfahrungen. Was soll denn da noch gesammelt werden? (rb/mug)

24. November 2007

Barroso lobt Pläne für Tempolimit

(Tagesschau, Foto Reuters) - Der portugiesische EU-Kommissions- Präsident Jose Manuel Barroso zeigte Sympathie für Bestrebungen, ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen. Zwar sei es Sache der Mitgliedstaaten, über Geschwindigkeitsbegrenzungen zu entscheiden. "Klar ist aber: Autos, die an eine Höchstgeschwindigkeit gebunden sind, stoßen weniger Treibhausgase aus", erklärte Barroso.

Der Präsident betonte, Klimaschutz und Wirtschaftswachstum seien durchaus miteinander vereinbar. "Wir stehen am Beginn einer neuen industriellen Revolution. Wenn wir zu den ersten gehören, die auf klimafreundliche Technologien umsteigen, werden wir Wettbewerbsvorteile haben", sagte Barroso. Er lobte die "Fortschrittlichen unter den Autobossen", die den Klimawandel bereits "als Herausforderung und Chance" begriffen. Das zeige nicht nur Toyota mit seinen Hybrid-Fahrzeugen, sondern auch BMW mit der Technologie "Efficient Dynamics".

Kommentar: Herr Barroso sagt: “Ein Tempolimit spart Sprit und Treibhausgase.” Eine Aussage, die man in Deutschfahrerland nicht gerne hört. Jeder, der sich öffentlich Gehör verschaffen kann, ist bemüht, eine mögliche Ersparnis so weit herunterzurechnen, bis sie hinter dem Komma verschwindet. Die ganz Schlauen addieren die Staus zu den Geschwindigkeitsbegrenzungen und fordern ganz stolz: Tempo 130 HÄTTEN wir mal gerne! Und blasen hinter dem Tempolimit und nach dem Stau den Touareg mit Tempo 200 über die Bahn, um die verlorene Zeit aufzuholen .. (rb/mug)

23. November 2007

Rheinenergie bietet Öko-Strom

(WDR-Nachrichten) - Der Kölner Energieversorger Rheinenergie bietet jetzt unter anderem Strom an, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt. Er wird nach Unternehmensangaben ohne CO2-Ausstoß in norwegischen Wasserkraftwerken hergestellt. Gegen Aufpreis können Kunden den vom TÜV
Rheinland zertifizierten, sogenannten KlimaStrom beziehen. Rheinenergie hatte sich verpflichtet, bis zum Jahr 2020 zusätzlich 150.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einzusparen.

Kommentar: In Norwegen Strom aus Wasserenergie einkaufen und in Deutschland neue Kohlekraftwerke bauen. Das sind mir ja schöne Umwelthelden. Stromhändler wie die Naturstrom AG verpflichten sich, einen Teil der Erlöse aus dem Stromverkauf sofort wieder in regenerative Stromerzeugung zu investieren. Das würde der Rheinenergie auch gut zu Gesichte stehen. Und mich hätten sie noch als Kunden. So aber .. (rb/MUG)

 

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