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Interessantes und Kurioses
aus dem großen Strom der Nachrichten gefischt ...

22. November 2007

Mehr Biokraftstoff im Tank

(Kölner Stadt-Anzeiger, Katharina Eckstein) - Die Bundesregierung will Biokraftstoffe stärker fördern. Ziel ist es, den Anteil von Biosprit in Benzin und Diesel bis 2010 von derzeit fünf Prozent auf zehn Prozent zu erhöhen. Das kündigten Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin an. Bis zum Jahr 2020 soll eine 20-prozentige Biokraftstoffbeimischung erreicht werden. Darauf haben sich beide Ministerien mit der Autoindustrie, der Mineralölwirtschaft, der Landwirtschaft und der Biokraftstoffindustrie verständigt. Höhere Beimischungen sind derzeit aufgrund der Qualitätsanforderungen der Autoindustrie an den Kraftstoff technisch nicht möglich.

Biokraftstoffe können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten - allerdings nur, wenn sie signifikant zur CO-Reduktion beitragen“, sagte Umweltminister Gabriel. Daher würden Biokraftstoffe künftig nur dann auf die Erfüllung von Quotenverpflichtungen angerechnet und steuerlich gefördert, wenn sie nachhaltig angebaut wurden. Entsprechend der Nettobilanz werde die Biokraftstoff-Menge abzüglich des CO-Ausstoßes berechnet, der bei ihrer Herstellung verursacht wurde. „Es kann nicht sein, dass anderswo auf der Welt Wälder gerodet und Moore trockengelegt werden, um Palmöl anzubauen, das dann bei uns als vermeintlich klimafreundlicher Rohstoff eingesetzt wird“, so Gabriel.

19. November 2007

Energie auf Vorrat

(WDR, Annika Franck) - Strom aus Sonne, Wind und Wasser gehört die Zukunft. Doch was geschieht, wenn Flaute herrscht und der Himmel bedeckt ist? Wie Strom aus erneuerbaren Energien am besten gespeichert wird, ist Thema einer Fachkonferenz, die am Montag (19.11.07) in Bonn beginnt.

Wenn Ernst gemacht werden soll mit der drastischen Reduzierung des CO2-Ausstoßes, müssen erneuerbare Energien stärker genutzt werden. Kritiker führen häufig an, dass es vor allem zu wenig Energiespeicher gibt, um dies zu realisieren. Herkömmliche Kraftwerke können ihre Leistung auf Bedarfsschwankungen ausrichten. Doch wie lässt sich Strom aus Wind, Wasser und Sonne sinnvoll speichern? Droht der Energienotstand, wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht? Bis zum 21. November findet in Bonn die 2. Internationale Speicherkonferenz Erneuerbarer Energien (IRES II) statt. Dort diskutieren Experten den Stand der Technik - und beraten, wie die Stromspeicherung optimiert werden könnte. WDR.de erklärt, welche Verfahren es gibt und wie viel Potenzial sie haben.

In Pumpspeicherkraftwerken wird elektrische Energie im großen Stil gespeichert. Das Grundprinzip besteht darin, den Höhenunterschied zwischen zwei großen Speicherseen zu nutzen. Zunächst treibt die Energie, die gespeichert werden soll, Pumpen an, die das Wasser auf das höhere Niveau bringen. Dort wird es zwischengelagert und bei Bedarf wieder auf ein niedrigeres Niveau abgelassen - wobei Turbinen Strom freisetzen, der dann ins Netz eingespeist und genutzt werden kann. "In Deutschland genutzter Strom wird vor allem im thüringischen Goldisthal, im Schwarzwald und im luxemburgischen Vianden gespeichert", erklärt Dirk Uwe Sauer, Juniorprofessor für Elektrochemische Energieumwandlung und Speichersystemtechnik an der RWTH Aachen ..

17. November 2007

Biogas-Anlage für Bergheim

(WDR-Nachrichten) - Der Energiekonzern RWE will in Bergheim eine Forschungs- und Pilotanlage zur Biogaserzeugung bauen. Die Anlage soll in einem technisch hochkomplexen Prozess Biogas in Erdgasqualität erzeugen und erstmals in das Gasfernleitungsnetz einspeisen. Die Investitionskosten liegen bei rund 9 Millionen Euro. Die Grundstoffe zur Biogaserzeugung sollen Bauern aus dem Rhein-Erft-Kreis anliefern. Beginn des Planverfahrens bei der Stadt Bergheim ist für Ende des Jahres vorgesehen.

Kommentar: Das Biogas, das von den Landwirten mit ihren eigenen kleinen Anlagen auf dem Hof erzeugt wird, wird wegen angeblicher oder tatsächlicher Qualitätsmängel von der RWE nicht in's Netz eingespeist. Statt dessen baut RWE selber große Anlagen und die Bauern dürfen lediglich die Grundstoffe anliefern, siehe oben. (rb/mug)

 

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