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Interessantes und Kurioses
aus dem großen Strom der Nachrichten gefischt ...

15. November 2007

Klimaschutz: NRW auf den hinteren Rängen

(Kölnische Rundschau) - Beim Klimaschutz liegt Nordrhein-Westfalen im nationalen Vergleich der 16 Bundesländer nach einer Untersuchung des Magazins "Geo" auf Platz 12. Nur für Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen und Bremen fällt das Urteil schlechter aus, wie die Zeitschrift am Donnerstag mitteilte. "Geo" hatte den Test mit einem wissenschaftlichen Beirat initiiert.

Verantwortlich für die Platzierung ist besonders der Sektor Energie. Die vielen alten Kraftwerke sorgen für starke Kohlendioxid-Emissionen, wie "Geo" berichtete. Auch der Flächenverbrauch habe in den vergangenen Jahren im bundesweiten Vergleich deutlich zugenommen. Pluspunkte erreiche Nordrhein-Westfalen im Bausektor, schreibt das Blatt: Rang 3 bei Niedrigenergie-Häusern und Rang 5 bei der Wärmedämmung.

Bewertet wurden 20 Kategorien in den Bereichen Energie, Verkehr, Bau und politische Strategien, darunter Faktoren wie Pro-Kopf-Energieverbrauch, Anteil regenerativer Energien, Auto-Dichte oder die Bereitschaft, energiesparsam zu bauen. Außerdem ermittelte das Magazin, wie vorbildlich sich die Landesregierungen selbst verhalten, indem sie beispielsweise Solaranlagen auf landeseigenen Gebäuden installieren oder regelmäßig über Fortschritte im Klimaschutz berichten. Spitzenreiter sind der Untersuchung zufolge Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Bayern.

14. November 2007

Stadtverwaltung setzt auf Ökostrom

(Stadt Köln) - Die von der Stadt Köln in ihren Liegenschaften verwalteten rund 2.000 Abnahmestellen für Strom werden ab April des nächsten Jahres zu rund 50 Prozent mit Ökostrom und Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen versorgt. Damit hat die Stadt die vom Rat im Juni dieses Jahres beschlossenen umwelt- und klimaschutzpolitischen Ziele umgesetzt, die beim Neuabschluss von Verträgen für die Gesamtstromlieferung für die Stadt Köln einzuhalten sind. Der in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ermittelte Stromlieferant für die nächsten drei Jahre bis März 2011 ist die RheinEnergie AG Köln. Das Auftragsvolumen für die von der Stadt jährlich benötigten 110.000 Megawattstunden Strom beträgt für die drei Jahre insgesamt rund 45 Millionen Euro.

Durch die Abnahme von Ökostrom und Strom aus der Kraft-Wärme-Kopplung in Höhe von 50 Prozent der insgesamt benötigten Menge wird eine Reduzierung der damit verbundenen Kohlendioxid-Emissionen CO2 um rund 47.000 Tonnen erreicht. Dies sind 37 Prozent weniger CO2-Schadstoffe als ein vergleichbarer Strommix aus dem Kraftwerkspark der öffentlichen Stromversorgung. Die vom Rat der Stadt Köln geforderte CO2-Einsparung von 30 Prozent wird damit noch um weitere sieben Prozent überschritten.

Aus Kölner Sicht besonders erwähnenswert ist auch, dass die Lieferung von etwa einem Drittel des Stroms aus dem Kölner Heizkraftwerk der RheinEnergie in Köln-Niehl erfolgt. Somit wird ein Großteil der Energie für die Stadt auch direkt in Köln mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Bei dieser effizienten Energieerzeugung wird die bei der Stromherstellung entstehende Abwärme als Heizenergie in Form von Fernwärme weiterverwendet. Damit kann eine weitestgehende Ausnutzung der im Kölner Kraftwerk eingesetzten Brennstoffe erreicht werden.

11. November 2007

Umweltbundesamt fordert Tempo 120

(Kölner Stadt-Anzeiger)  - Das Umweltbundesamt hat eine eine zügige Einführung von Tempo 120 auf Autobahnen gefordert. "Ein Tempolimit brächte erhebliche Fortschritte in Sachen Klimaschutz und Verkehrssicherheit", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe). Nach Troges Schätzungen ließen sich mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 Stundenkilometer annähernd drei Millionen Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid im Jahr einsparen. Dies sind rund zehn Prozent aller auf Autobahnen entstehenden Emissionen. "Es wäre nicht richtig, auf dieses Minderungspotenzial zu verzichten", betonte Troge.

Das Umweltbundesamt geht damit noch über die Forderung des jüngsten SPD-Parteitags hinaus. Dieser hatte unlängst eine Tempolimit von 130 Stundenkilometer beschlossen. Dabei ist die Wirkung eines Tempolimits auf das Klima womöglich größer als bislang angenommen. UBA-Chef Troge betonte, dass der Klimaeffekt "deutlich größer sein dürfte als bislang gedacht". Denn die Fahrleistungsdaten, auf denen die Berechnungen des Umweltbundesamtes bislang beruhen, seien mittlerweile über zehn Jahre alt. Seitdem seien die Fahrzeuge noch leistungsstärker geworden und auch die Durchschnittsgeschwindigkeiten seien weiter gestiegen, sagte Troge.

Er forderte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf, seine Blockade aufzugeben und rasch neue Statistiken erheben zu lassen. "Wenn wir seriös über ein Tempolimit diskutieren wollen, dass sollten wir das auf Basis gesicherter Erkenntnisse tun", betontte er. Im Umweltbundesamt ist man verärgert, dass die dafür eigentlich zuständige Bundesanstalt für Straßenwesen die Untersuchungen über die Wirkungen eines Tempolimits verschleppt. Die Behörde ist Tiefensee unterstellt ..

Kommentar: Politische Entscheidungen kommen nicht durch Vernunft, sondern durch Druck zustande, könnte man vermuten. So auch bei Herrn Tiefensee und der Autoindustrie. Sagst Du einem verärgerten Stier, der Dir auf den Fußen steht und Dich wütend anschnaubt, dass er Mundgeruch hat? Nein, Du plapperst jeden Schwachsinn nach, den der hören will, z.B. auch „Ein Tempolimit bringt nichts.“ (rb/mug)

 

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